Neuer Windpark Simmerath im Wald bei Lammersdorf eröffnet

Beeindruckende 196 Meter hoch sind die sieben neuen Windkraftanlagen im Wald bei Lammersdorf. Seit zwei Monaten sind sie am Netz und produzieren künftig 66 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Das reicht für die Versorgung von 19.000 Haushalten mit Ökostrom. Jetzt wurde der Windpark bei Schneetreiben und Nieselregen eröffnet.

Das schlechte Wetter konnte dem gutgelaunten Bürgermeister Hermanns und den vielen geladenen Gästen allerdings nicht viel anhaben. Schließlich sei heute ein guter Tag für Simmerath, so Hermanns. Denn dank der Pachteinnahmen könne eine Erhöhung der Grundsteuer B und die damit verbundene finanzielle Belastung der Bürger vermieden werden. Somit sei der Windpark in Lammersdorf ein Windpark für alle Bürger.

Aber auch der ökologische Aspekt wurde von Bürgermeister Hermanns betont. Für die Windkraftanlagen mussten 7,5ha Fichtenreinbestand gerodet werden. 5ha werden wieder aufgeforstet. "Gerade wir in Simmerath, der Gemeinde mit der saubersten Luft in NRW, wissen, wie wichtig es ist, Stromerzeugung ohne Schadstoffausstoß zu unterstützen und zu fördern", so Hermanns. Bereits seit 2012 deckt die Gemeinde Simmerath mehr als 70 Prozent ihres Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien. Mit der Inbetriebnahme des neuen Windparks wird Simmerath nun sogar zum "Energie-Exporteur".  

"Simmerath ist unser bester Standort überhaupt", freute sich auch Dr. Peter Asmuth, Vorstand der Stawag, über die Eröffnung des Windparks. Windgeschwindigkeiten von durchschnittlich 7,7 Meter/Sekunde werden hier erzielt. Der Windpark Lammersdorf soll mit dazu beitragen, alle Stawag Kunden bis zum Jahr 2020 mit Ökostrom zu versorgen. Bereits jetzt erzeugt die Stawag mit ihren Partnern 540 Millionen Kilowatt Strom, in drei Jahren sollen es dann 600 Millionen Kilowattstunden Ökostrom sein. Bis dahin könne auch in Simmerath vielleicht noch das ein oder andere Projekt realisiert werden, so Asmuth, denn den erneuerbaren Energien gehöre die Zukunft.

Auch Thomas Kubitza, Geschäftsführer der Betreiberfirma juwi-Energieprojekte GmbH, lobte den Standort Lammersdorf. Gerade hier, zwischen dem Atomkraftwerk Tihange und dem Braunkohlekraftwerk Weisweiler werde deutlich, dass man energiepolitisch auf dem richtigen Weg sei.

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