Erinnerungsort Rurberg: Broschüre über die Gräberstätte für sowjetische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in der Nordeifel

In der deutsch-belgisch-niederländischen Grenzregion gibt es zahlreiche sogenannte Kriegsgräberstätten. Ein Grund dafür sind die heftigen Kämpfe mit vielen Verletzten und Toten, die es während des Zweiten Weltkrieges gegeben hat. Diese Erinnerungsorte sind wichtige Bestandteile deutscher und europäischer Erinnerungskultur.

Auf dem als „Sowjetische Kriegsgräberstätte Simmerath-Rurberg“ bezeichneten Friedhof sind, mit wenigen Ausnahmen, nicht Angehörige kämpfender Truppen, sondern über 2.300 verschleppte Menschen sowjetischer Staatsangehörigkeit bestattet. Dabei handelt es sich um Kriegsgefangene und Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus der damaligen Sowjetunion, die durch menschenunwürdige Umstände und daraus resultierende Krankheiten oder durch Exekution ermordet wurden.
Die dort vorhandenen Inschriften, Gedenktafeln und auch die bisher verwendete Informationsbroschüre aus dem Jahr 1961 zeichnen ein heute teilweise nicht mehr haltbares Bild.

Daher wurde im Auftrag der Gemeinde Simmerath in Zusammenarbeit und mit Unterstützung von Frau Dr. Hänel vom Landschaftsverband Rheinland und Frau Harzheim, Vogelsang IP gemeinnützige Gmbh, eine Broschüre zum Erinnerungsort Rurberg herausgegeben. Mit dieser Abhandlung und einer in Planung befindlichen Ausstellung vor Ort stellt sich die Gemeinde Simmerath der Verantwortung, um einen Beitrag zu einer aktualisierten und kritischen Erinnerungskultur zu leisten.

Die Broschüre ist gegen eine Schutzgebühr von 3 € im Rathaus Simmerath an der Servicestelle erhältlich.

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