Fortbestand der Förderschule Nordeifel bis 2023 gesichert

Über steigende Schülerzahlen bei der Förderschule Nordeifel konnten sich jetzt alle Beteiligten freuen, die in den vergangenen Monaten um den Fortbestand der Schule gekämpft hatten. Denn der Fortbestand der kleinsten Förderschule des Landes NRW ist zumindest bis 2023 gesichert, wie beim Besuch von Mathias Richter, Staatssekretär im Bildungsministerium NRW, im Rathaus Simmerath deutlich wurde.

Bürgermeister und Verbandsvorsteher Karl-Heinz Hermanns freute sich, neben dem Staatssekretär, den er als die entscheidende Kraft im Kampf um den Erhalt der Schule bezeichnete, auch die drei Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling, Dr. Ralf Noten und Dr. Werner Pfeil sowie Vertreter des Schuldezernates der Städteregion Aachen und der vier Kommunen, die im Schulzweckverband vertreten sind, zu einem „erfreulichen Termin“ im Rathaus begrüßen zu dürfen.  Auch viele Lehrer, Schüler und Elternvertreter der Förderschule Nordeifel hatten sich im Rathaus versammelt, um die frohe Nachricht zu hören.

„Wir haben schwere Zeiten hinter uns“, sagte Bürgermeister Hermanns und erinnerte an den 10. Februar 2015, als das damalige rot-grüne Schulministerium das Ende des Förderschulstandortes Eicherscheid im Zuge der Inklusion ankündigte. Nach dem Regierungswechsel und einem positiven Besuch der Schulministerin Yvonne Gebauer in Eicherscheid im Oktober 2017 keimte Hoffnung auf, den angezählten Schulstandort doch noch weiterführen zu können. Denn drei Monate nach dem Besuch der Schulministerin beschloss ihr Ministerium die Wiedereinrichtung der Schule in Eicherscheid. Wiederum zwei Wochen später genehmigte die Bezirksregierung diesen Schritt, „wenn auch zunächst auf ein Jahr befristet“, erinnerte der Bürgermeister. Ein letztlich wichtiges Gespräch zur längerfristigen Fortführung der Schule wurde am 11. April mit Staatssekretär Mathias Richter geführt. Mit der Verkündung der neuen Mindestgrößenverordnung am 6. Juli dieses Jahres erhält die Förderschule Eicherscheid fünf Jahre Zeit, um die Mindestgröße von 112 Schülern zu erreichen. Bürgermeister Hermanns dankte Schulministerin Yvonne Gebauer und Staatssekretär Mathias Richter für ihren persönlichen Einsatz zum Erhalt der kleinen Förderschule in Eicherscheid.

Derzeit sei die Förderschule auf einem guten Weg, die geforderte Schülerzahl zu erreichen, so Schulleiter Robert Knauff. Nach den Herbstferien rechne man mit 54 Schülerinnen und Schülern, für das zweite Halbjahr mit 56 Kindern, die die Förderschule in Eicherscheid besuchen. „Nahezu täglich werden weitere Gespräche mit interessierten Eltern geführt“, erklärte Christine Kraß vom Schulverwaltungsamt Simmerath. Ob es eine Ausnahmeregelung von der neuen Mindestgrößenverordnung aufgrund besonderer geographischer Verhältnisse geben wird, ist noch abzuklären, aber vielleicht lasse das Ministerium ja wieder mit sich reden, sollte die geforderte Zahl nicht ganz erreicht werden, so Bürgermeister Hermanns in Richtung des Staatsministers Richter. Dieser sah übrigens keinen Widerspruch darin, die Inklusion in NRW weiter voranzutreiben und gleichzeitig die Förderschulen fortzuführen. Er bekenne sich klar zu beidem und wolle beides besser machen. Dazu gehöre auch, den Lehrkräftemangel insbesondere an Grundschulen, Berufskollegs und in der Sekundarstufe I im Rahmen einer Bildungsreform zu bekämpfen.  

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