GenoEifel koordiniert Nachbarschaftshilfe

Die GenoEifel ist ein Hilfe-Helfer-Netzwerk, das von Menschen mit Leben erfüllt wird, die entweder in bestimmten Dingen Unterstützung brauchen oder die benötigte Hilfe anbieten.

So bringt die GenoEifel diese beiden Gruppen zusammen und macht damit generationenübergreifende Kontakte und intensiven Austausch möglich.

Das Beispiel von Hannah Killmann und Dr. Christa Marmann zeigt, wie sich bei der Lösung eines kleinen Computerproblems zwei Menschen aus verschiedenen Generationen begegnen und sich gleich sympathisch sind ...

Wer die Dienste der GenoEifel nutzen möchte, egal ob als Helfer oder als Hilfesuchender, muss Mitglied der Genossenschaft werden.

Dazu muss einmal ein Anteil von 50 Euro gezeichnet werden, der wie eine Kaution funktioniert – tritt man aus, erhält man das Geld laut Satzung zurück. Der Jahresbeitrag beträgt 40 Euro pro Person oder pro Haushalt (für Jugendliche bis 21 Jahre: zwölf Euro).

Wer einen Dienst in Anspruch nimmt, zahlt neun Euro pro Stunde, von denen sechs an den Helfer und drei an die Genossenschaft gehen.

Telefon: 02441- 888 61
E-Mail:
GenoEifel-Büro Region Simmerath:

Persönliche Beratung im Rathaus
Di. 10:00 - 12:00 Uhr
Termine nach Vereinbarung

Gemeinde Simmerath, Zum Rathaus 1
(Eingang über Mitarbeiter-Parkplatz, Zi. U9)
52152 Simmerath

Telefon: 01573 - 700 39 58
E-Mail:

"Man trifft immer wieder nette Menschen"

Hannah Killmann ist eine junge Frau, die in der GenoEifel ihre Hilfe anbietet - sehr zur Freude von Dr. Christa Marmann, die dank ihrer Unterstützung ein Problem mit dem Drucker beheben konnte

„Eigentlich“, sagt Hannah Killmann aus Gemünd, „bin ich durch Corona in Kontakt mit der Generationengenossenschaft GenoEifel gekommen.“ Die junge Frau hatte im Jahr 2020 in Essen studiert, als die Pandemie sie dazu brachte, wieder nach Hause in die Eifel zu ihren Eltern zu ziehen. Dort angekommen, reifte in ihr der Entschluss: „Ich muss irgendetwas tun.“ Da ihre beiden Eltern im Altersheim aktiv sind, erfuhr sie recht schnell von der GenoEifel und wurde Mitglied – was bemerkenswert ist. Denn Hannah Killmann gehört damit zu den jüngeren Menschen, die sich in der Genossenschaft engagieren.

„In der Regel“, sagt Corinne Rasky, Projektkoordinatorin der GenoEifel mit Sitz in Kall, „sind unsere rund 700 Mitglieder schon etwas älter. Bei den Helfern sind es oft aktive und junggebliebene Senioren, die ihre Freizeit dazu nutzen, anderen Menschen zu helfen.“

Für Hannah Killmann war es die Vielfältigkeit der Aufgaben, die man als Helfer bei der GenoEifel übernehmen könne. „Da ist jedes Mal etwas neu und anders - und man trifft viele nette Leute“, nennt die junge Frau ihre Beweggründe. Gerade während der Corona-Pandemie sei es schön gewesen, helfen zu können. So war sie 2021 dabei, hilfesuchende Menschen online für die Corona-Impfaktion anzumelden, brachte Bücher für Menschen in die Bücherei zurück, die dazu nicht in der Lage waren oder half dabei, bei kleineren Schwierigkeiten im Umgang mit dem Computer zur Seite zu stehen.

Auf diese Weise lernte sie auch Dr. Christa Marmann aus Kall kennen. Ihr war sie behilflich, ein kleines Problem mit dem Drucker zu beheben. Von der GenoEifel hatte Dr. Christa Marmann aus der Zeitung erfahren. Als auch Kolleginnen von ihr berichteten, mit der GenoEifel glücklich zu sein, entschloss auch sie sich zur Mitgliedschaft. Das Hilfsangebot der Generationengenossenschaft hat sie zwar erst zweimal bei Problemen im Umgang mit dem PC in Anspruch genommen. „Ansonsten“, sagt sie, „bin ich nur froh, dass es das Angebot gibt. Es beruhigt einen schon psychisch, wenn man weiß, dass man im Bedarfsfall einen anrufen kann.“

Eine wichtige Rolle spiele auch der zwischenmenschliche Kontakt. Dr. Christa Marmann schmunzelt: „Man freut sich schon, wenn eine nette Person vorbeikommt, mit der man ins Gespräch kommen kann und am Ende auch noch der Drucker wieder funktioniert.“ Für sie ist es auch keine Frage, dass man dringend Mitglied in der GenoEifel werden sollte. Denn im Alter komme man immer wieder einmal an einen Punkt, an dem man Hilfe brauche. „Und bei der GenoEifel braucht auf diese Hilfe nicht lange zu warten. Da hatte ich bislang sehr großes Glück und habe mich jedes Mal über einen netten Menschen gefreut!“

Für Hannah Killmann wäre es schön, wenn sich noch mehr junge Menschen dazu entschließen würden, Mitglied in der GenoEifel zu werden: „Es macht viel Spaß, neue Menschen zu treffen und ihnen zu helfen.“ Zudem sei man sehr flexibel und könne sich die Zeit so einteilen, wie man sie zur Verfügung habe. Das sei gerade für junge Menschen wichtig.

 

 

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