Kalkungsmaßnahmen im Gemeindewald sind beendet

In den vergangen Wochen wurden 1.500 Hektar Gemeindewald mit insgesamt 4.500 Tonnen vom Hubschrauber aus gekalkt. Die Maßnahmen sind nun erfolgreich beendet und die Wege für Wanderer wieder freigegeben, erklärte Gemeindeförster Dietmar Wunderlich und dankte für das Verständnis in der Bevölkerung.

Die Bodenschutzkalkungsmaßnahme wurde von der EU gefördert und dient der Vitalisierung des Waldes. "Stickoxide und Schwefeldioxide aus der Luft gelangen über den Niederschlag auf die Böden und lassen sie versauern. Der Boden kann aber nur bestimmte Säuremengen auffangen. Wenn der Säureanteil steigt und der PH-Wert deshalb zu niedrig ist, werden Nährstoffe ausgewaschen. Toxische Schwermetalle werden ausgespült und gelangen ins Grundwasser oder werden von den Pflanzen aufgenommen", erklärte Gemeindeförster Dietmar Wunderlich. Der Boden könne dann weniger Wasser aufnehmen, was wiederum schneller zu Trockenschäden im Wald führe. Auch sinke die Aktivität der Bodenlebewesen, die den Humus zersetzen.

Im Vorfeld der EU geförderten Maßnahme, die insgesamt rund 420.000 Euro kostete und wovon die Gemeinde Simmerath 170.000 Euro übernehmen musste, wurden 62 PH-Messungen im Gemeindewald vorgenommen.  Bei gesunden Böden liegt der PH-Wert zwischen 4,5 und 7,5. Ab einem PH-Wert unter 4,2 wird eine Kalkung dringend empfohlen. Im Gemeindewald in Simmerath lag der PH-Wert bei knapp unter 3,8 und machte eine Kalkung notwendig. Ausgenommen von der Maßnahme waren übrigens Naturschutzgebiete, wie das Wollerscheider Venn. Denn hier soll das typisch saure Milieu erhalten bleiben. "Da wäre eine Kalkung eher kontraproduktiv", so Wunderlich.

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