Langjähriger Chef des Ordnungsamtes tritt in den Ruhestand

Den meisten Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Simmerath dürfte der Ordnungsamtsleiter Bruno Wilden bekannt sein, hat er doch mehr als 35 Jahre das Ordnungsamt geleitet. Zum Ende des Monats tritt er nun in den wohlverdienten Ruhestand ein. Dies war Anlass genug, im Beisein aller Abteilungsleiter offiziell seinen Abschied zu feiern.

Über seine besondere Vita, die heute so nicht mehr denkbar wäre, berichtete dabei Bürgermeister Hermanns. Bruno Wilden wurde mit 15 Jahren als Verwaltungslehrling eingestellt, absolvierte dabei jedoch noch eine schulische Weiterbildung, so dass er 3 Jahre später den Inspektorenlehrgang beginnen konnte und damit in die Beamtenlaufbahn wechselte. Bereits unmittelbar nach erfolgreicher Ablegung der Prüfung für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst wurde er zunächst zum Kassenverwalter bestellt. Zum 01.01.1983 folgte die Versetzung zum Ordnungsamt und bereits gut zwei Jahre später wurde ihm die Leitung des Ordnungsamtes übertragen.

Als damals noch sehr junger Ordnungsamtsleiter lernte Bruno Wilden in seiner nun über 35-jährigen Arbeit im Ordnungsamt dort  alle Facetten und Besonderheiten kennen. Und das mit insgesamt 5 Verwaltungschefs! Eingestellt wurde er von Amtsdirektor Matthias Zimmermann damals noch im Amt Simmerath. Es folgten als Verwaltungschefs die Gemeindedirektoren Leo Jansen und Arnold Steins und die Bürgermeister Hubert Breuer und Karl-Heinz Hermanns. Zu allen Chefs habe er ein gutes Verhältnis gehabt, betonte Wilden.

Sein heutiger Vorgesetzter Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns würdigte die besonderen Leistungen seines nach über 47 Jahren Dienst scheidenden Ordnungsamtschefs, der bereits in jungen Jahren Verantwortung übernommen habe. Er habe sich stets zu 100 % auf ihn verlassen können. Bei vielen schwierigen Aufgaben, die naturgemäß im Ordnungsamt anfallen, habe er immer das notwendige Fingerspitzengefühl bewiesen.

Nachfolger wird der bisherige stellvertretende Ordnungsamtsleiter Manfred Prinz, der nach 18 Jahren einer guten kollegialen Zusammenarbeit mit Bruno Wilden dessen Weggang sehr bedauert.

In seiner ihm eigenen geradlinigen Art bedankte sich Wilden für die anerkennenden Worte und warf einen Blick zurück auf die sich stets wandelnden Aufgaben der Ordnungsbehörde. Als Mitarbeiter des Ordnungsamtes dürfe man bei der Alltagsarbeit selten Dank erwarten.  Mit den Jahren habe er deutliche Veränderungen in der Haltung mancher Bürger gegenüber der Behörde erkennen müssen. Ausgeprägter Egoismus mit Blick auf die eigenen Interessen bestimmten leider immer häufiger  den Umgang. Dies bedaure er persönlich sehr.

Jetzt freut er sich gemeinsam mit seiner Ehefrau Edith auf den Ruhestand, in dem er mehr Zeit mit seinen vier Enkelkindern verbringen will aber auch viel spontaner mit seinem Wohnmobil verreisen möchte, als das bisher möglich war.

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