Vier Notrufsäulen am Rursee sorgen für Sicherheit beim Baden

Wenn im Sommer die Badestellen rund um den Rursee wieder gut besucht sind, kann im Notfall schnelle Hilfe den entscheidenden Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen. Wenn dann das Handy aber nicht griffbereit ist oder das Absetzen eines Notrufes durch schlechte Netzabdeckung nicht möglich ist, kommen die neuen Notrufsäulen ins Spiel.

Im Rahmen des Projekts „Notrufsäulen an Badeseen“ der Björn-Steiger-Stiftung hat die Gemeinde Simmerath in enger Zusammenarbeit mit dem DLRG Bezirk Aachen e.V., dem Tauchsportverband NRW e.V. und der Björn-Steiger-Stiftung, die die Säulen finanziert und zur Verfügung gestellt hat, die ersten vier Notrufsäulen am Rursee überhaupt aufgestellt. Ab sofort versprechen die Notrufsäulen an den Standorten im  Rurseezentrum, in der Woffelsbacher Bucht und an den beiden Einstiegen des Tauchgebietes „Rursee Bank 1+2“ schnelle Hilfe. Per Knopfdruck kann ein Hilfesuchender einen Notruf absetzen. Sein Standort wird durch die Säule automatisch übermittelt und die Leitstelle alarmiert. So kann jeder Einzelne in Notsituationen eingreifen und Hilfe holen.

„Diese Notrufsäulen können für unsere zahlreichen Badegäste und Taucher zweifellos zu Lebensrettern werden. Sie stellen ganz klar eine Unterstützung des örtlichen Rettungsgeschehens, vor allem außerhalb der Badeaufsichtszeiten der DLRG, dar“, erklärte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns bei der Präsentation der neuen Säulen am DLRG Stützpunkt am Rurseezentrum in Rurberg. Auch Andreas Miehm, Projektleiter der Björn-Steiger-Stiftung, berichtete, dass die Notrufsäulen eine wichtige Ergänzung bei der Absetzung von Notrufen seien. Oft würden viele Badegäste ihr Handy aus Sicherheitsgründen im Auto lassen. Eine Notrufsäule könne dann für die schnelle Alarmierung der Einsatzkräfte sorgen.

Bei den Tauchern seien Notrufsäulen sogar noch wichtiger, da durch ihre abgelegene Position oft kein Handyempfang verfügbar sei. Der Standort für die Säulen an den beiden abgelegenen Taucheinstiegen am Rursee ist sogar doppelt gut gewählt, denn durch ihre Nähe zum RurUfer Radweg können auch Radler oder Spaziergänger von den Notrufsäulen profitieren und im Notfall schnelle Hilfe holen.

Sponsoren gesucht

„Jede Säule ist solarbetrieben und kostet rund 5.000 Euro“, sagte Projektleiter Andreas Miehm von der Björn-Steiger Stiftung, die auch die Kosten hierfür übernommen hat. Insgesamt hat die Stiftung für die vier Säulen am Rursee 20.000 Euro investiert. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, Rurbergs Ortsvorsteher Sander Lutterbach, Harald Schütt vom Tauchsportverband NRW und Martin Pieren vom DLRG-Bezirk Aachen sprachen der Stiftung ihren Dank aus und warben für Sponsoren, die sich vor Ort finanziell an der Aktion beteiligen möchten. Diese können sich gerne bei der Björn-Steiger-Stiftung melden.

Die Björn-Steiger-Stiftung

Die Björn-Steiger-Stiftung wurde 1969 von Ute und Siegfried Steiger gegründet, mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z.B. die Einführung der bundesweit einheitlichen und kostenfreien Notrufnummern 110 und 112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks in Krankenwagen und der Aufbau der Luftrettung. Die Stiftung ist nach Björn Steiger benannt, der 1969 mit gerade mal acht Jahren von einem Auto erfasst wurde und aufgrund der langen Wartezeit auf ärztliche Hilfe an einem Schock starb.

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