"Ideen, Wörter, Texte digital" - Schreibwerkstatt mal anders

Digitale Fortführung der Schreibwerkstatt


Spielerisch und kreativ zu verschiedenen Themen eigene Texte entwickeln - das lernt man in der Schreibwerkstatt. Spannende Geschichten erzählen, der Fantasie freien Lauf lassen und herausarbeiten, worauf man beim Schreiben achten muss; das entwickelt sich im Laufe von zehn Wochen Schritt für Schritt. Spielen, rätseln, Quatsch machen; das gehört selbstverständlich auch dazu. Die Begegnung und die direkte mündliche Rückmeldung auf das, was erarbeitet und vorgetragen wird, stehen im Vordergrund. Normalerweise.

Nicht so in Zeiten von Corona. Kaum hatten die neun Mädchen und Jungen Anfang März in der Gemeindebücherei Simmerath unter der Leitung von Miriam Schaps ihre Schreibwerkstatt, gefördert von "Schreibland NRW", begonnen, schon galt nach dem ersten Treffen die Corona-Kontaktsperre. Das löste zunächst einmal eine große Enttäuschung aus. Diese hielt aber nicht sehr lange an, schlugen Bücherei und  Werkstattleiterin doch die digitale Fortführung vor. Mittlerweile war diese neue Form der Kommunikation bereits vom schulischen Lernen her bekannt und so machten acht von neun Jugendlichen weiter mit.

Die Aufgaben wurden per E-Mail verschickt. Der verbindende Aspekt des Miteinanders stand im Vordergrund. So entstanden etwa Fortsetzungsgeschichten, die von einer/einem begonnen und von anderen weiter geschrieben wurden. Dabei konnte aus einem Fundus an interessanten Figuren geschöpft werden, die jeweils von den Jungautoren entwickelt wurden. Alle erhielten von Miriam Schaps eine ausführliche persönliche Online-Rückmeldung mit hilfreichen Tipps für den weiteren Verlauf.

Werkstattgespräch per Videokonferenz


Natürlich hatten die Jugendlichen darüber hinaus so manches Mitteilungsbedürfnis oder Fragen und Anregungen. Diese wurden mehrmals in einem gemeinsamen Werkstattgespräch per Videokonferenz erörtert. Hier bestand auch die Möglichkeit, eigene Texte vorzutragen und ein objektives, respektvolles Feedback der anderen zu erhalten. Es gefiel den jeweils Teilnehmenden gut, sich wenigstens ab und zu auf diesem Weg zu sehen und sich ein wenig auszutauschen.

Am meisten freuen sich alle Beteiligten aber darauf, nach den Sommerferien, wenn auch mit Abstand, wieder an einem Tisch in der Bücherei zu sitzen und die letzten Wochen und Monate Revue passieren zu lassen. Sicherlich entsteht zu diesen verrückten Zeiten auch wieder eine ganz eigene verrückte Geschichte.