"Silent Rider" - Kampagne gegen Motorradlärm

Bundesrat ergreift Initiative gegen Motorradlärm

Erfolg für Silent Rider

Der Bundesrat setzt sich dafür ein, den Lärm von
Motorrädern zu verringern. In einer am 15. Mai gefassten Entschließung spricht er sich dafür aus, die zulässigen Geräuschemissionen aller neu zugelassenen Motorräder auf maximal 80 dB(A) zu begrenzen. Die Bundesregierung solle sich bei der EU-Kommission entsprechend dafür einsetzen.

Auf dem Teilerfolg ausruhen will sich der Verein Silent Rider aber nicht, sondern weiterhin mit möglichst vielen Unterstützern für die Ziele des Vereins eintreten.

„Wir als Verein Silent Rider begrüßen die Entschließung des Bundesrats und werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass Bundestag und Europäische Kommission die mit unseren Forderungen einhergehenden Entschließungen des Bundesrates auch umsetzen“, sagt Karl-Heinz Hermanns, Bürgermeister der Eifelgemeinde Simmerath und 1. Vorsitzender von Silent Rider, einer bundesweiten Initiative gegen Motorradlärm. Die Arbeit des Vereins hatte großen Anteil daran, dass die Landesregierung NRW den Antrag zur wirksamen Minderung und Kontrolle von Motorradlärm in den Bundesrat eingebracht hatte.

Härtere Strafen fürs Tunen

Der Beschluss des Bundesrates vom Freitag unterstützt weitere Forderungen von Silent Rider: So hält der Bundesrat härtere Strafen für das Tunen von Motorrädern erforderlich, wenn es eine erhebliche Lärmsteigerung zur Folge hat. Das Sound-Design, über das Fahrerinnen und Fahrer die Soundkulisse selbst einstellen können, müsse verboten werden. Darüber hinaus sollen Polizisten das Recht haben, Fahrzeuge bei gravierenden Lärmüberschreitungen sofort sicherzustellen oder an Ort und Stelle zu beschlagnahmen. Weiter müsse eine Lösung dafür gefunden werden, dass Raser häufig einer Strafe entgingen, weil sie aufgrund der Helmpflicht und fehlenden Frontkennzeichens am Motorrad nicht erkannt würden. Auch bei der Haftung macht der Bundesrat Änderungen geltend, um die Halter eines Motorrads zumindest für die Kosten der Erstellung eines Bußgeldbescheids belangen zu können.

Begrenzte Verkehrsverbote an Sonn- und Feiertagen

Für notwendig halten die Länder es auch, aus Lärmschutzgründen zeitlich beschränkte Verkehrsverbote für Motorräder an Sonn- und Feiertagen zu ermöglichen.

Silent Rider Vorsitzender Hermanns (5.vl) präsentierte gemeinsam mit (vl) Marco Schmunkamp (Nideggen), Peter Cremer (Heimbach), Ingo Pfennings (Schleiden), Wilfried Pracht (Nettersheim), Jorma Klauss (Roetgen) und Axel Buch (Hürtgenwald) die neuen Banner.

Motorräder mit alternativen Antriebstechniken sollten davon ausgenommen werden. Überhaupt solle die Bundesregierung den Umstieg auf nachhaltige und lärmarme Mobilität mit alternativen Antriebstechniken verstärkt unterstützen.

Nun ist die Bundesregierung am Zug

Abschließend bittet der Bundesrat in seinem Beschluss die Bundesregierung, Initiativen wie „Silent Rider“ zu unterstützen. Die Entschließung wurde der Bundesregierung zugeleitet. Diese entscheidet, ob und wann sie die Entschließung des Bundesrates umsetzen will. Feste Fristen gibt es hierfür nicht.

Umso mehr heißt es jetzt für den Verein Silent Rider „am Ball zu bleiben“ und mit möglichst vielen Kommunen, Kreisen und anderen Unterstützern für die Ziele des Vereins einzutreten. Auch Sie können einen Beitrag leisten, die Petition bei Open Petition unterschreiben oder Mitglied bei Silent Rider werden.

 

Ansprechpartner:

Silent Rider e.V.
An der Laag 4
52396 Heimbach

T: +49 24 46 805 79 – 0
E: info@silent-rider.de
W: www.silent-rider.de

 

Petition gegen unnötigen Motorradlärm

Online-Petition

Eine Online-Petition gegen unnötigen Motorradlärm soll die Wichtigkeit des Themas "Motorradlärm" unterstreichen und den Druck für Veränderungen erhöhen, um die Ziele in absehbarer Zeit durchzusetzen.
Jede Stimme zählt:

>> www.silent-rider.de

>> www.openpetition.de

Unnötiger Motorradlärm ist in weiten Teilen Deutschlands und in den angrenzenden Regionen ein großes und belastendes Problem für die betroffenen Bürger und die Natur. Sehr viele landschaftlich schöne Gegenden in ganz Deutschland leiden von Frühling bis Herbst unter dem unerträglichen Lärm, den frisierte oder zu schnelle Motorräder verursachen. Betroffene Anwohner werden von illegal manipulierten Motorrädern oder rücksichtslosen Fahrern zur Verzweiflung gebracht. Aber auch der Großteil der Motorradfahrer, die sich rücksichtsvoll und vorbildlich verhalten, müssen Streckensperrungen, Ausgrenzungen oder pauschale, öffentliche Diffamierungen oder Anfeindungen ertragen.

Bundesweit gab und gibt es viele Aktionen und Aktivitäten von einzelnen Akteuren wie Polizei, Kommunen und Regionen, der Bevölkerung und auch von diversen Motorradvereinigungen, die bisher kaum eine Verbesserung der Situation erreicht haben.

Nun sollen die Kräfte gebündelt werden, um gemeinsam "stark" zu werden und "laut" zu sein, um es "leiser" werden zu lassen.

"Da wir als Einzelperson nicht allzu viel zustande bringen, braucht die Verwirklichung einer Vision den Einsatz anderer Menschen. Je größer die Idee, desto mehr solcher Akteure müssen für deren Umsetzung gefunden werden." Gerald Hüther

Die Initiative soll die Wichtigkeit des Themas "Motorradlärm" unterstreichen und den Druck für Veränderungen erhöhen, um die Ziele in absehbarer Zeit durchzusetzen.

Dafür benötigen wir auch Sie!
Ihre Stimme für Silent Rider!

Je mehr Mitglieder und Unterstützer diese Kampagne findet, desto mehr Kraft kann  entwickelt werden, um wirklich Änderungen herbeizuführen.

Jede Stimme zählt für jeden Dezibel weniger.

Wir brauchen Sie alle, um uns mit unserer Petition gegen Motorradlärm Gehör und Gewicht beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages zu verschaffen. Diese Petition mobilisiert für mehr Aufmerksamkeit und eine höhere Reichweite im zielführenden Diskurs mit der Politik.

Seien Sie dabei und werden auch Sie ein bedeutender Teil der Kampagne und unterstützen Sie die Initiative mit Ihrer Unterschrift!

Verein "Silent Rider e.V." gegen Motorradlärm gegründet

Eifelgemeinden treffen sich zur offiziellen Gründung von "Silent Rider e.V."

Die auf Bundesebene ausgeweitete Kampagne gegen Motorradlärm findet großes Interesse bei betroffenen Kommen und so wird Anfang September 2019 der Verein "Silent Rider e.V." im Rathaus Simmerath gegründet.

Zuerst war es nur ein loser Verbund von neun Eifelgemeinden, die eines gemeinsam haben: Sie leiden bei gutem Wetter und vor allem am Wochenende unter teils unerträglichem Motorradlärm. Mit dem griffigen Namen "Silent Rider" und einem Forderungskatalog geeigneter Maßnahmen gingen sie im Juni dieses Jahres an die Öffentlichkeit und machten so bundesweit auf sich aufmerksam. Schnell zeigten weitere betroffene Städte und Gemeinden, unter anderem aus dem Sauerland, dem Bergischen Land, aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, aber auch der Kreis Osnabrück, ihr großes Interesse an der Initiative. Selbst der Bundesverband der Motorradfahrer unterstützt Silent Rider.

Nun erfolgte die offizielle Gründung von Silent Rider als eingetragener Verein im Rathaus von Simmerath, einer der betroffenen Gemeinden.

"Silent Rider" richtet sich gegen diejenigen, die durch Manipulationen am Motorrad oder verbotene Fahrweisen für schädliche Lärmbelästigungen verantwortlich sind. Kernforderungen der Initiative sind die Herabsetzung der zulässigen Lärmgrenzwerte, drastische Strafen für technische Manipulationen, zusätzliche Kennzeichnungen der Motorräder, um der Polizei die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten zu erleichtern, sowie Messverfahren zur Geräuschentwicklung, die eine sofortige Fahrzeugstilllegung an Ort und Stelle ermöglichen.

Bundesweit gab und gibt es viele Aktionen und Aktivitäten von einzelnen Akteuren wie Polizei, Kommunen und Regionen, der Bevölkerung und auch von diversen Motorradvereinigungen. Doch da diese Initiativen bisher immer unabhängig voneinander und nur regional stattfanden, haben sie kaum Gehör gefunden. Das soll dank Silent Rider anders werden.

Mit einer umfassenden, zielorientierten und professionellen Informations-, Image-, und Aktionskampagne gegen Motorradlärm, die ab Anfang 2020 bundesweit realisiert wird, will Silent Rider die Thematik in die breite Öffentlichkeit tragen, um so Druck auf die Politik aufzubauen und endlich Veränderungen zu erwirken.

"Die Initiative Silent Rider richtet sich nicht generell gegen Motoradfahrer, sondern nur gegen die sogenannten "Schwarzen Schafe" – Fahrer, die mit ihrem rücksichtslosen Verhalten langfristig die Gesundheit der Anwohner aufs Spiel setzen", so Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der zum ersten Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde. "Wer sich an die Verkehrsregeln hält, nicht rast, sein Motorrad nicht manipuliert und somit Grenzwerte nicht überschreitet, ist nach wie vor auch in Naherholungsgebieten herzlich willkommen."

Daher ist es dem Verein Silent Rider wichtig, gemeinsam mit der Motorrad-Community Lösungen zu finden, die die Situation für alle Beteiligten erträglicher macht. Die Devise von Silent Rider lautet "Kommunikation statt Konfrontation". So kommen auf der Website www.silent-rider.de nicht nur betroffene Anwohner oder kommunale Vertreter zu Wort, sondern auch Motorradfahrer, die die Initiative unterstützen und als positive Beispiele voran gehen möchten.