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Junge Menschen laden zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung auf der Gräberstätte für sowjetische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter Rurberg ein

© Gemeinde Simmerath
Ort des Erinnerns: Die Gräberstätte für sowjetische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Rurberg.
Jugendliche aus Bosnien-Herzegowina, Frankreich und Deutschland schließen am Montag, dem 20. Juli 2026, um 10.30 Uhr, eine außergewöhnliche Spurensuche in der Region ab und laden zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung auf der Gräberstätte für sowjetische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter Rurberg ein. Das Grußwort spricht Bürgermeister Bernd Goffart, anschließend geben die Jugendlichen Einblicke in ihre Recherchen, Begegnungen und persönlichen Erfahrungen.
Bereits am Freitag, dem 17. Juli 2026, 14 Uhr, engagieren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst praktisch: Mit Eimer, Schwamm und Bürste tragen sie dazu bei, die Gräberstätte als Erinnerungs- und Lernort zu würdigen und setzen damit ein bewusstes Zeichen gegen das Vergessen.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen, an beiden Tagen die trinationale Jugendbegegnung „Gegen das Vergessen. Das Leid sowjetischer Kriegsgefangener“ zu besuchen und mit den Jugendlichen über ihre Eindrücke und Perspektiven auf die Gedenk‑ und Erinnerungskultur(en) ins Gespräch zu kommen.
Die Jugendlichen setzen sich während der zweiwöchigen trinationalen Begegnung intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus, den Folgen von Krieg und Ideologisierung sowie den Herausforderungen einer gemeinsamen europäischen Erinnerungskultur auseinander. Sie diskutieren über länderspezifische Perspektiven auf den Zweiten Weltkrieg und tauschen sich darüber aus, wie eine gemeinsame europäische Erinnerungskultur gestaltet werden kann. Die Gräberstätte Rurberg möchten sie als einen bedeutenden Erinnerungsort würdigen und somit verdeutlichen, wie wichtig es ist, historische Spuren im öffentlichen Raum sichtbar zu halten.

Das Workcamp „Against forgetting - The suffering of Soviet prisoners of war“ (dt.: Gegen das Vergessen. Das Leid sowjetischer Kriegsgefangener) ist eines von rund dreißig außerschulischen Jugendbegegnungen, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in diesem Sommer organisiert. Es findet vom 15. bis 24. Juli 2026 statt und lädt engagierte Jugendliche ein, europäische Geschichte hautnah zu erleben. Seit 1953 – dem Jahr des ersten Workcamps des Volksbundes – haben mehr als 300.000 Jugendliche aus ganz Europa an den internationalen Begegnungen teilgenommen.
Kontakt
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.
Regionalgeschäftsstelle Rheinland
Bildungsreferentin Konstanze Bauer
Luxemburger Str. 59